GiB Hannover
GiB Hannover

gemeinnützige Gesellschaft für
integrative Behindertenarbeit mbH


GiB Zeit

Erfolgreiche Tonsuche

Am Ende stand ein Soundclip – ein Mix aus Tönen, Geräuschen, ein Rhythmen-Clip – produziert von den vier Beschäftigten der Tagesförderstätte Anna Möbius, Antje Hasse, Jasmin Mlis und Georgius Vassiliadis. Sie haben den Clip im Zuge des Projektes „Werkstatt: (Neue) Medien“ (gefördert durch Gesellschaftsfonds Zusammenleben GFZ und Vereint für Hannover) geschaffen, initiiert hat dieses Stadtteilprojekt das Freizeitheim Vahrenwald/Lernoase. 

Ein halbes Jahr lang trafen sich die vier Menschen mit Seheinschränkungen und vier Mitarbeiter der Tafö regelmäßig, um im Stadtteil Vahrenwald auf Tonsuche zu gehen. Künstlerisch und technisch begleitete sie der Fachinformatiker und Musiker Norman Liepold. Die gesammelten Tonimpressionen verarbeiteten sie zusammen mit ihm zu dem Musikclip, der auf der 750-Jahr-Feier des Stadtteils Vahrenwald im vergangenen Spätherbst vorgestellt wurde und der sie so stolz machte. Die Stiftung für integrative Behindertenarbeit unterstützte dieses Projekt finanziell, um Menschen mit Behinderung eine Erfahrung des Sozialraums auf besondere Art zu ermöglichen und ihnen die Chance zu geben, sich medientechnische Kompetenzen anzueignen.

„Es war schön zu sehen, wie sich das Projekt entwickelte, welche Freude in den Gesichtern zu sehen war, als sie sich auf dem Clip gehört und wiedererkannt haben. Für sie war es eine Freude, etwas zu produzieren. Dabei waren die Teilnehmer ganz unterschiedlich in ihren Fertigkeiten und Fähigkeiten. Georgius sah darin musikalisches Werkzeug, um seinen Rhythmus auszudrücken. Antje, eine Teilnehmerin, die wirkt, als wenn sie ihrer eigenen Welt lebt, zeigte uns immer wieder, wie aufmerksam sie dabei war und sehr wohl teilgenommen hat. Anna wiederholte selbstständig unser Begrüßungsritual. Nach einer Woche hatte sie nichts vergessen, griff alles wieder auf. Für uns war das schön anzusehen, es war ein Prozess, ein Aufbau, es kam etwas zurück und das hat uns Freude gemacht. 

Das Projekt brachte außerdem Menschen mit und ohne Einschränkung zusammen. Immer wenn die Gruppe unterwegs war, kam die Frage auf: Was macht ihr da? „Georgius hat diese Fragen gern beantwortet und das auch genossen“, erinnert sich Lydia Schröder, Leiterin der Lernoase.