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Das Spiel kann beginnen

 

neu-1Die zweite Podestebene der integrativen Kita „Elfriede-Westphal“ ist fertig

 

 

Es ist geschafft. Ihre zweite Erlebnis- und Podestebene hat die integrative Kindertagesstätte „Elfriede-Westphal“ in Misburg erhalten. Nachdem die Katzengruppe sich bereits im Oktober über eine Erlebnislandschaft in ihrem Gruppenraum freuen konnte, bekam die Igelgruppe jetzt auch ihre individuell gestaltete Holzlandschaft aus Rattan und Birke. Naturbelassenes Material, keine Farbe, keine Chemie kennzeichnen die Konstruktion aus Höhlen, Ausgucken, Aufstiegen sowie zahlreichen Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten.

Wie bei der ersten Konstruktion baute auch dieses Mal die Düsseldorfer Firma „Kinder (t)räume“ den Traum aus Holz, nachdem Mitarbeiter und Kinder mitgeholfen hatten, die alte Konstruktion abzubauen und den Raum leer zu räumen.

In nur zwei Tagen konstruierte das rheinische Handwerkerteam eine Podestlandschaft, die es den zwei- bis sechsjährigen Kindern erlaubt, auf verschiedenen Ebenen durch Höhlen zu kriechen, zu klettern, zu rutschen und sich auch einmal zurückzuziehen. Die zahlreichen Sprech- und Sehlöcher laden ein, miteinander zu kommunizieren, wenn die Kinder durch die  maßgefertigte Konstruktion krabbeln.

Ein weiteres großes Plus der Investition: Der Gruppenraum gewinnt durch die neue Ebene zusätzlich an Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder. Abnehmbar ist die Rutsche, zusätzlichen Stauraum bieten die Schubladen unterhalb der Bodenplatte. Wie die erste Erlebnislandschaft ist auch die zweite für alle Kinder bespiel- und erlebbar, obwohl sie sich über mehrere Ebenen erstreckt.

Ein besonderes Bonbon sind die kleinen, ebenfalls maßgefertigten Bänke aus Birkenholz, die die Firma als Zugabe mitlieferte. Die Arbeit der Düsseldorfer Firma trägt eine erkennbare Handschrift, dennoch ist jede Konstruktion ein Unikat. Extras wie die Tonspitze mit Schnecke und Eidechse als Zeichen für Schnelligkeit und Langsamkeit – unterstreichen das.

Was auf den ersten Blick nach purem Spaß aussieht, hat auch einen pädagogischen Hintergrund. Die neue Landschaft bietet den Kindern Möglichkeiten, auch einmal für sich allein sein zu können. Dies sei etwas, was für die mentale Gesundheit der Kinder wichtig sei, erklärt Einrichtungsleiterin Saskia de Kock. Sie lernten, das Bedürfnis allein sein zu wollen, anzuerkennen und erholten sich dabei. Die neuen Ebenen lassen genügend Raum, um eigene Spielideen zu entwickeln, und geben außerdem Anregung zu Rollen- und Theaterspielen. 

Finanziert wurden beide Konstruktionen größtenteils durch Spendenmittel. Einen insgesamt fünfstelligen Betrag investierte die Einrichtung in beide Konstruktionen. Zu drei Vierteln übernahmen der Bezirksrat Misburg/Anderten, der Sparkassen-,  die Hans- und Elfriede-Westphal- sowie die Friedrich und Dora Rauch-Stiftung die Kosten. Die Differenz zahlte die GiB. Zur Kostensenkung trug erneut Einrichtungsleiterin Saskia de Kock bei, die zum zweiten Mal die Kost und Logis der Handwerker übernahm, in dem sie die drei Tischler bei sich Zuhause unterbrachte.  

Dieser Beitrag wurde am 22. April 2010 um 11:17 geschrieben und in der Kategorie Aktuelles, Kita Misburg abgelegt.

 

 

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