Vorwiegend für Kolleg*innen der Tagesförderstätte
Selbstbestimmung ist unser gemeinsames Ziel – doch wie frei können Entscheidungen sein, wenn Strukturen und Routinen Grenzen setzen? In diesem Workshop nehmen wir typische Alltagssituationen unter die Lupe: Wie wirken Strukturen auf die Selbstbestimmung der Klient*innen? Welche Abläufe sind tatsächlich notwendig? Wo entsteht trotz guter Absicht ein Ungleichgewicht von Macht?
Ziel ist es, die eigene Praxis kritisch, aber wertschätzend zu reflektieren und gemeinsam konkrete Ideen für mehr Selbstbestimmung und Teilhabe zu entwickeln.
Vorwiegend für Kolleg*innen der Tagesförderstätte
Sich mitteilen zu können, Gemeinschaft zu erleben und sinnvollen Beschäftigungen nachzugehen gehören zu den zentralen und basalen Bedürfnissen eines jeden Menschen. Im Fokus des Seminars steht der Personenkreis, bei dem das immer wieder als besonders schwierig erlebt wird: autistische Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Wir schauen uns praxisnah und alltagsbezogen an, wie angemessene Kontaktangebote aussehen und wie tragfähige Beziehungen gestaltet werden können. Wir erarbeiten gemeinsam eine Basis, auf der herausfordernde Verhaltensweisen nicht vorschnell bewertet, sondern als Ausdruck von Bedürfnissen verstanden und entwicklungsgerecht begleitet werden können. Sicherheit, Struktur, Orientierung und Unterstützte Kommunikation nehmen ebenfalls eine zentrale Rolle ein. Ziel ist es, die eigene Haltung zu stärken und Wege zu finden, wie Kommunikation, Teilhabe und Gemeinschaft für autistische Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf gelingen können.
Bringt gerne Beispiele, Fragen und Ideen aus eurem Alltag mit!
In den ersten Lebensjahren macht ein Kind unzählige selbständige und eigenverantwortliche Entwicklungsschritte, ohne dass ihm diese von außen beigebracht werden müssen. Die ungarische Kinderärztin und Kleinkindpädagogin Emmi Pikler hat intensiv zum Entwicklungspotential der frühen Kindheit geforscht. Sie hat eindrücklich und nachvollziehbar beschrieben, welche Bedeutung die selbständige Bewegungsentwicklung, das freie Spiel und eine beziehungsvolle Pflege für das Selbstwertgefühl und die Persönlichkeitsentwicklung haben.
Der Kurs richtet sich an Mitarbeiter aller Disziplinen, die mit Menschen mit schwerwiegenden Beeinträchtigungen in der Kommunikation und Sprache arbeiten und an ihre Angehörigen. Der Fokus liegt dabei auf den Kommunikationsbedürfnissen von Menschen, die sich über Sprache nicht oder kaum mitteilen können und noch kein ausreichendes Verständnis von Kommunikation und Interaktion entwickelt haben. Intensive Interaction ist ein Ansatz, der durch verschiedene Techniken die Fundamente der Kommunikation vermitteln kann. Dazu wird beispielsweise das Genießen einer gemeinsamen Interaktion, geteilte Aufmerksamkeit, intentionales Handeln oder auch das Verständnis von Blickkontakt, Mimik, Gestik oder verbalen Signalen gezählt. Der Einführungskurs wird mit umfangreicher Verwendung von Video Beispielen sehr praxisnah gestaltet.
Zunächst werden Ursachen und Verlauf des Korsakow Syndroms, die neuro-kognitiven und neuropsychologischen Auswirkungen und seine Folgen für den Alltag thematisiert.
Im weiteren Verlauf des Vormittags wird auf Trisomie 21, seine Ursachen und psychische Folgen eingegangen. Die psychischen Folgen dieser Entwicklungsstörung zeigen sich meist erst später und führen zu Verhaltensauffälligkeiten bzw. unangepassten Bewältigungsstrategien, die ihrerseits wieder zu psychischen Folgen führen. Ein Teufelskreis, der durch vertieftes Verständnis für die Betroffenen vielleicht wenigstens verlangsamt werden kann.
Am Nachmittag beschäftigen wir uns mit dem Prader-Willi-Syndrom. Dies zeigt sich oft dominant in seinen Folgen im Alltag für den Betroffenen selbst und auch für die Menschen, die ihn im Alltag begleiten. Die gesundheitlichen Folgen stehen im Konflikt zu den heftigen Bedürfnissen des Betroffenen und führen wiederkehrend zu heftigen Konflikten – sowohl zwischen dem Betroffenen und seinem Betreuungspersonal als auch innerhalb des Betreuungsteams. In dieser Fallwerkstatt soll es nach einem kurzen fachlichen Input um die Entwicklung eines Betreuungskonzeptes gehen, dass eine Balance findet zwischen den verschiedenen Ansprüchen und gleichzeitig für alle Beteiligten durch die von Konsens getragenen Vereinbarungen zu bewältigen ist.
In den letzten Jahren ist die Lebenserwartung von Personen mit komplexer Behinderung erheblich gestiegen. Was wollen alternde Menschen mit einer komplexen Behinderung und was bieten wir ihnen? Wie kann der Mensch mit komplexen Behinderungen selbst mitwirken, wenn er auf Grund seines zunehmenden Alters veränderte Lebensbedingungen benötigt? Die weitere Schaffung und Sicherung qualitativ guter und unterstützender Wohn- und Beschäftigungssituationen auch bei alternden Menschen mit komplexen Behinderungen. Verbesserung von Lebenssituationen und Lebensperspektiven sowie Teilhabechancen gemäß der UN BRK sind wesentliche Merkmale zur Ermöglichung von Lebensqualität im Alter. Erfahrungsberichte aus den Begegnungen und der intensiven Arbeit mit Menschen mit komplexen Behinderungen geben einen tiefen, persönlichen und kritischen Blick und Auseinandersetzung. Gerne dürfen bei dem Workshop auch eigene Fallbeispiele interaktiv eingebracht werden.
In den letzten Jahren ist die Lebenserwartung von Personen mit komplexer Behinderung erheblich gestiegen. Was wollen alternde Menschen mit einer komplexen Behinderung und was bieten wir ihnen? Wie kann der Mensch mit komplexen Behinderungen selbst mitwirken, wenn er auf Grund seines zunehmenden Alters veränderte Lebensbedingungen benötigt? Die weitere Schaffung und Sicherung qualitativ guter und unterstützender Wohn- und Beschäftigungssituationen auch bei alternden Menschen mit komplexen Behinderungen. Verbesserung von Lebenssituationen und Lebensperspektiven sowie Teilhabechancen gemäß der UN BRK sind wesentliche Merkmale zur Ermöglichung von Lebensqualität im Alter. Erfahrungsberichte aus den Begegnungen und der intensiven Arbeit mit Menschen mit komplexen Behinderungen geben einen tiefen, persönlichen und kritischen Blick und Auseinandersetzung. Gerne dürfen bei dem Workshop auch eigene Fallbeispiele interaktiv eingebracht werden.
In diesem Workshop erarbeiten wir gemeinsam inwiefern persönliche Wahrnehmung die Beobachtung beeinflusst. Wir entdecken unterschiedliche Einflussfaktoren, die sich auf den Wahrnehmungsprozess auswirken. Spannende Übungen und praxisnahe Reflexionen helfen dabei, die eigene Beobachtungsfähigkeit zu schärfen und sich über die Macht der Beobachtung bewusst zu werden. Der Workshop bietet Raum für persönliche Reflexion und den Austausch von Erfahrungen, um das Beobachtungswissen direkt in den pädagogischen Alltag zu übertragen.
In diesem Seminar schauen wir uns das Vokabular MetaTalkDE genauer an. Welchen Wortschatzumfang haben die einzelnen Vokabulare, wie sind sie aufgebaut und wie kann man Tasten hinzufügen. Die Begriffe ‘‘Kern- und Randvokabular‘‘, sowie ‘‘Fokuswörter‘‘ werden thematisiert. Zudem überlegen wir gemeinsam, wie man den Talker im Alltag einsetzen und die NutzerInnen mit Modelling unterstützen kann.
In diesem Seminar schauen wir uns das Vokabular MetaTalkDE genauer an. Welchen Wortschatzumfang haben die einzelnen Vokabulare, wie sind sie aufgebaut und wie kann man Tasten hinzufügen. Die Begriffe ‘‘Kern- und Randvokabular‘‘, sowie ‘‘Fokuswörter‘‘ werden thematisiert. Zudem überlegen wir gemeinsam, wie man den Talker im Alltag einsetzen und die NutzerInnen mit Modelling unterstützen kann.